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Jugendliche in der Lerntherapie
7. Oktober 2019 0 Kommentare

Neuropsychologische Untersuchungen zeigen, dass die bereits im Kindesalter charakteristischen Auffälligkeiten der Lese-Rechtschreibschwäche und Rechenschwäche auch im Erwachsenenalter vorliegen.

In der Regel spricht man dann nicht mehr von einer Lese-Rechtschreibstörung, sondern verwendet den Begriff „funktionaler Analphabetismus“. In der Studie von Grosche & Grünke (2011) wird davon gesprochen, dass erwachsene funktionale Analphabeten etwa den Lesekompetenzen eines Kindes der 4. Klasse entsprechen. Darüber hinaus ist das Leseverständnis enorm eingeschränkt und die Rechtschreibung stark lautgetreu. Neben sozialen Ursachen wird hier in erster Linie von einem grundlegenden Defizit in der phonologischen Bewusstheit ausgegangen (Grosche und Grünke, 2011).

Die Ausprägung der Symptome ist im Erwachsenenalter davon abhängig, ob und wie eine Förderung stattgefunden hat und bestimmt damit auch die Leistungsmöglichkeiten. Ohne Förderung können die Lese-Rechtschreibleistungen deutlich unterdurchschnittlich bleiben und die schulische, soziale und persönliche Entwicklung der Betroffenen negativ beeinflussen (Schulte-Körne, 2003). Unbehandelt bleibt eine LRS auch im Erwachsenenalter bestehen (Groth et al., 2013)

Eine lerntherapeutische Behandlung findet in der Regel häufig im Kindesalter statt. Aber auch Jugendliche profitieren von einer qualifizierten Lerntherapie, die sich von der Arbeit mit jüngeren Kindern unterscheidet.

Die Pubertät bringt neue Verhaltens- und Denkweisen mit sich, die in der Lerntherapie dringend zu beachten sind und Anforderungen an die methodischen Kompetenzen des Lerntherapeuten mit sich bringen.

In unserer Weiterbildung „Lerntherapie für Jugendliche“ erhalten Sie alles, was Sie für Ihre Arbeit brauchen, um Jugendliche qualifiziert lerntherapeutisch begleiten können.

Inhalte und Termine finden Sie hier.

Gern können Sie sich auch unverbindlich beraten lassen – nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

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