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Die Wasserglasmethode bei Rechenschwäche
14. Februar 2020 0 Kommentare

Diese Interventionsmethode von Schlotmann (2004) verwendet standardisierte zylindrische Gläser, in denen Zahlen als Wasserstand dargestellt werden können. Die Zahlen können so als Füllhöhe im Glas erfasst werden, wobei ein volles Glas dem Wert 10 entspricht. Es werden durch unterschiedliche Schüttvorgange alle Grundrechenarten und auch Aspekte der weiterführenden Mathematik (z.B. Brüche) abgebildet. Ein Wechsel des Materials im Laufe der Intervention ist damit nicht erforderlich, was gegenüber anderen Materialien, die dies nicht leisten können, ein Vorteil ist und zu weniger Verwirrungen führt.

Über verschiedene Schüttvorgänge bildet das Kind ein relationales und kardinales Zahlenverständnis aus, und die Mächtigkeit von Zahlen wird dadurch erfahrbar. Die Herstellung großer Zahlen nimmt deutlich mehr Zeit und Raum in Anspruch als bei kleineren Zahlen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Wasser nicht zählbar ist. Von Rechenstörung betroffene Kinder rechnen häufig zählend und sind durch die Wasserglasmethode natürlich stärker zur Ausbildung von effektiveren Lösungsstrategien angeregt.

Studien konnten nachweisen, dass sich im Laufe der Intervention die Rechenleistungen der mit der Wasserglas behandelten Kinder signifikant verbesserten und im Schnitt deutlich über den Leistungen von rechenschwachen Kindern lagen, die Nachhilfe erhalten hatten (Lambert & Spinath, 2013).

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