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Die Rolle des Gedächtnisses bei der Entstehung einer LRS
18. März 2020 0 Kommentare

Neben der phonologischen Bewusstheit spielt das Gedächtnis für die Entstehung einer LRS eine Rolle, und die Schnelligkeit des Abrufs der phonologischen Codes aus dem Langzeitgedächtnis gilt dabei als bedeutsam. Mehr noch ist allerdings gesichert, dass die Funktionstüchtigkeit des Arbeitsgedächtnisses ursächlich für eine LRS sein kann. Dabei handelt es sich um Defizite in der von Baddeley als phonologische Schleife bezeichneten Subsystems des Arbeitsgedächtnisses. Beeinträchtigungen in der phonologischen Schleife führen zu Einschränkungen in der verbalen Gedächtnisspanne (Hasselhorn, 2010). Darüber hinaus ist bedeutsam, wie schnell der Zugriff auf das Langzeitgedächtnis erfolgen kann. Somit ist die Lesegeschwindigkeit abhängig davon, wie schnell man beim Lesen die den jeweiligen Buchstaben entsprechenden Lauten aus dem Langzeitgedächtnis parat hat und wie schnell das Wort erkannt wird (Marx & Weber, 2006).

Das Gedächtnis

Das Arbeitsgedächtnis unterteilt sich in eine zentrale Exekutive (modalitätsunspezifische Leitzentrale des Arbeitsgedächtnisses) und zwei modalitätsspezifische Hilfssysteme zum temporären Bereithalten von Informationen: den visuell-räumlichen Skizzenblock zum Speichern visueller und räumlicher Informationen und die phonologische Schleife zum Speichern sprachklanglicher Information, wobei Zweiteres als wichtige individuelle Voraussetzung für den Sprach- und Schriftspracherwerb diskutiert wird (Hasselhorn, 2010).

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