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Der phantastische Wald
30. September 2019 0 Kommentare

Es war einmal ein Bär, der lebte in seiner Bärenhöhle am Rande des Waldes. Neben seiner Höhle wohnte der Fuchs, auch in einer Höhle, die sah so ähnlich aus, wie die von dem Bären, nur halt kleiner. Daneben wohnte der Hase, auch in einer Höhle, genau wie der Bär und der Fuchs, nur halt kleiner. Daneben wohnte der Vogel. Der wohnte über dem Fuchs, dem Hasen und dem Bären. Er wohnte aber nicht in einer Höhle, sondern in einem Nest.


 

Eines Tages kam der Fuchs zu dem Bären und fragte ihn nach einem Tee. „Hallo Bär, könnte ich einen Tee haben? Mir ist echt kalt!“ Der Bär antwortete: „Ja, klar, ich habe noch welchen übrig. Ich hole ihn.“

Der Bär holte den Tee und er schmeckte gar nicht. Er war nämlich zu sauer. Der Fuchs ließ den Tee stehen und rannte raus. Der Bär rannte hinterher, doch der Fuchs war plötzlich weg. Verwundert lief der Bär zurück, holte den Tee und fragte den Hasen, was damit falsch sei. Der Hase mochte den Tee aber auch nicht und rannte auch weg.


 

Nun war der Bär sehr traurig und lief verwirrt los. Er schreckte den kleinen Vogel so sehr auf, dass nun auch der Vogel losflog. Dieser hat vor Schrecken angefangen ein scheußliches Lied zu zwitschern. Der Bär fragte sich, was das sei und guckte verdutzt um sich herum, weil er niemanden sehen konnte. Aber weil er es schön fand, fing er an zu tanzen.


 

Während der Bär tanzte, kamen der Fuchs und der Hase wieder. Dann fragte der Bär: „ Warum seid Ihr denn weggerannt?“ Der Fuchs antwortet: „Weil der Tee so sauer war.“ Der Hase sagte: „ Ich mochte den Tee auch nicht.“ Der Bär fragte: „Warum denkt Ihr, war der Tee sauer?“ Der Fuchs sah den Hasen an und der Hase sah auch den Fuchs an und sie sagten beide gleichzeitig: “Vielleicht weil Du auch manchmal sauer bist?“ Der Bär antwortete: „Nein, das ist doch meine besondere Teemischung aus Granatapfel und Zitrone. Die wird nach einiger Zeit sauer.

Ich mach Euch ein Entschuldigungsgeschenk.“ Also ging der Bär in seine Höhle und mischte einen neuen Tee, während der Hase und der Fuchs ihm verdutzt nachschauten. Nach einer Weile kam der Bär mit vier Tassen Tee wieder und bat auch den Vogel eine Tasse mitzutrinken. Nun schlürften die vier den Tee weg. Auf einmal rannten der Hase, der Fuchs und der Bär davon und der Vogel flog hinterher.


 

Der Bär versteckte sich hinter einem Baum und beobachtete die anderen Tiere. Dann sah er, wie der Hase in den Fluss fiel. Schnell rief er den Fuchs und den Vogel zur Hilfe. Dann sah der Bär ein Seil neben dem Fluss und holte es vom Ufer weg. Der Fuchs war sehr schlau und hatte eine gute Idee. Er sagte zum Vogel: „ Du bist so flink! Bring schnell das eine Ende des Seils zum Hasen!“ Zum Bären sagte er: „ Du bist so stark! Du kannst den Hasen raus ziehen!“


 

Dann zogen sie ihn aus dem Wasser. „Ddddanke!“ stotterte der Hase vor Kälte. Der Bär sagt: „Ich mach Dir schnell einen Tee.“ „Warte, nein, kannst Du mir lieber einen Kakao mit Sahne und Zimt und Zucker und eine Waffel machen?“ fragte der Hase und der Bär sagte: „ Nein, ich mache nur den Kakao.


 

Für die Waffel fehlt mir das Waffeleisen.“ Der Hase sagte: „ Dann nehme ich nur den Kakao.“ und der Vogel meinte, er habe noch Kekse im Nest. Der Fuchs rief: „ Ich habe noch Gummibärchen!“ und der Bär sagte: „ Kommt alle her und bringt Eure Sachen mit. Dann trinken wir alle zusammen einen Kakao.“


 

Gemeinsam gingen sie zur Höhle und zum Nest. Der Vogel rief: „Meine Kekse sind weg!“ und auch der Fuchs bemerkte, dass seine Gummibären fehlten. Der Bär brüllte, dass auch die Milch und der Kakao weg waren. Also gingen sie in den Wald, um die Sachen zu suchen.

Der Bär suchte seine Milch und den Kakao. Der Fuchs rief irgendwann: „Ich habe die Milch gefunden!“ Der Bär lief zum Fuchs und sagte: „Aber das ist doch die Höhle vom gefährlichen Dachs.“ „Ach ja, das habe ich ganz vergessen.“ sagte der Fuchs.


 

Sie holten den Hasen zur Hilfe und auch den Vogel. Sie lockten den Dachs raus, so dass der Vogel die Milch holen konnte. Da schrie der Vogel, dass er auch die anderen Zutaten gefunden hat. Der Dachs kam zurück. Der Vogel schnappte sich alles und schnell gingen sie weg und machten sich einen Kakao mit den Keksen und Gummibärchen in der Höhle.


 

Der Dachs bemerkte, dass seine Sachen weg waren. Der Dachs wurde sehr traurig, so dass man es im ganzen Wald hören konnte. Schnell liefen die vier Tiere zur Höhle vom Dachs. Sie fragten ihn, was los sei. Der Dachs antwortete: „Jemand hat meine Sachen gestohlen.“


 

Der Bär aber widersprach dem Dachs und sagte: „Das stimmt nicht, wir haben uns nur unsere Sachen wieder geholt, die Du gestohlen hast.“ Darauf antwortete der Dachs: „ Das ist nicht wahr, aber ich habe die gleichen Sachen auch beim Fluss gesehen.“ Der Bär antwortete darauf: „Wenn Du meinst.“ Dann liefen der Bär, der Fuchs, der Hase, der Vogel und der Dachs zum Fluss.


 

Da sah der Bär, dass die Sachen da noch lagen. Der Dachs hat also nicht gelogen.


 

Dachte der Bär. Aber dann rief der Vogel: „Und wie kommen unsere Sachen hierher?“ Da schauten sich der Bär, der Fuchs und der Hase verdutzt an. Da sagte der Dachs: „Was, wenn uns jemand von unseren Höhlen weglocken wollte?“ Da rief der Vogel mit hoch erhobener Stimme: „Auf zur Höhle!“ Als Sie ankamen, sahen sie in ihren Höhlen das totale Chaos. Doch hinter einem Regal sahen sie die Elster, die nicht ohne Grund „die diebische Elster“ genannt wurde. Da sagte die Elster: „Entschuldigung, Du hast so ein schönes, glitzerndes Teeset, das ich unbedingt ausleihen wollte. Aber das ist egal, denn es ist nicht da.“ Da lachte der Bär und fragte: „Warum sollte ich Dir das denn nicht ausleihen?“ Da antwortete die Elster bestürzt: „Ich weiß, dass Ihr mir nicht vertraut, weil man sagt, dass ich dauernd funkelnde Gegenstände stehle.“ und dann fingen alle an zu lachen.


 

Dann sagte der Bär: „Ich hätte Dir doch bestimmt mein Teeset ausgeliehen, wenn Du höflich gefragt hättest..“ Und der Hase sagte: „Außerdem ist es uns egal, was man über Dich sagt.“ Dann fragte der Bär: „Aber wo ist denn nun mein Teeset? Das habe ich doch immer gut in einer runden Box aufbewahrt.“ Plötzlich raschelte es im Gebüsch und der Igel kam dazu. „Ich habe die runde Box zum Bach runter rollen sehen, als der Bär aus seiner Höhle rannte.“ sagte der Igel.


 

So liefen die sieben Tiere zum Bach. Dort entdeckten sie die runde Box. Sie sahen nach, ob das Teeset noch da war . Sie öffneten die Box und stellten erleichtert fest, dass noch alles da war. Sie waren sehr schnell wieder zurück und entdeckten in der Höhle des Bären ein Wildschwein.


 

Anstatt auf das Wildschwein zu achten, bewunderten sie die aufgeräumte Höhle. Alle standen mit großen Augen da, denn gerade eben sah es noch aus, wie in einem Schweinestall. Das Wildschwein sah die Tiere an und sagte: „Ich dachte, ich räume hier mal ein bisschen auf.“ Der Bär war immer noch sprachlos, doch fing dann endlich an zu reden und sagte: „Ah!“ und sah in die Küche rüber. Dort stand Kakao und Milch.


 

„Wow, Wildschwein, das habe ich nicht erwartet. Danke!“ rief der Bär. „Aber woher kommt denn die Milch und der Kakao?“ fragte der Fuchs. „Das habe ich im Regal gefunden.“ sagte das Wildschwein. „Aber was ist mit der Milch am Fluss?“ wunderte sich der Hase „vielleicht hat der Bär seine Milchpackung und den Kakao ja übersehen?“


 

Plötzlich fing der Vogel aufgeregt an zu zwitschern: „Oh je, jetzt habe ich mich gerade daran erinnert, dass ich meine Kekse ja schon gegessen habe!“ Die anderen Tiere sahen den Vogel verwirrt an. Dann sagte der Fuchs, dass er seine Gummibärchen wohl doch schon verschenkt hatte.


 

Der Vogel sagte: Wir müssen uns beim Dachs entschuldigen, weil wir seine Sachen genommen haben.“ „Da hast Du recht.“ sagten der Fuchs und der Bär gleichzeitig. Zusammen gingen sie zum Dachs und entschuldigten sich für das Missverständnis. Da die Milch und der Kakao wieder da waren, machte der Bär für alle Kakao.


 

Als sie am Tisch saßen und den Kakao tranken, fragte der Fuchs: „ Warum ist denn der Kakao auch so sauer?“ In dem Moment spuckte der Vogel den Kakao aus. Das Wildschwein rief entsetzt: „Was ist denn das für eine Schweinerei?“ Da rief der Bär: „Was habt Ihr eigentlich gegen meine Mischungen?“ Der Bär lief enttäuscht aus der Höhle.


 

Alle Tiere liefen dem Bären hinterher. Der Igel rief: „Warte, Bär! Das ist doch nicht so schlimm, dass der Kakao sauer war!“ Der blieb stehen und antwortet: Warum habt Ihr denngesagt, dass der Kakao so sauer ist?“ Der Hase sagte: „Wir haben uns doch nur so erschrocken.“ und der Fuchs sagte: „Wir haben Dich aber trotzdem lieb!“

 

An dieser Geschichte…

…haben 27 Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren mitgeschrieben. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht. Den Kindern wurde vorgelesen, was bereits geschrieben wurde und jedes Kind hat somit jeweils einen eigenen Absatz hinzugefügt.

 

Mit dieser Geschichte möchte ich anlässlich des bundesweiten Aktionstages Legasthenie und Dyskalkulie des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e. V. zeigen, wie kreativ Kinder mit Teilleistungsschwächen sein können. Die Geschichte wurde nicht nur mit viel Phantasie geschrieben, sondern regt auch zum Denken an. Sie zeigt, dass alle Stärken haben, man auch mal Fehler machen darf, sich entschuldigen kann und keinen Vorurteilen glauben sollte.

 

Es ist ein tolles Resultat einiger wunderbarer Kinder, die ich begleiten darf. ICH BIN SEHR STOLZ AUF EUCH!

Eure Katharina

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